Weichmacher

Vorwiegend in Kunststoffen werden Weichmacher eingesetzt, um einem Hartkunststoff mehr Flexibilität bzw. Geschmeidigkeit zu verpassen: Somit lassen sich Kabel immer wieder neu bewegen und sortieren oder Folien ein- und auswickeln. Während Weich-PVC zu seiner Flexibilität einen Weichmacher benötigt, kommt dünn wandiges Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP) meist ohne

diesen chemischen Zusatz aus. So eindrucksvoll ihre Wirkung auf Kunststoff ist, so gesundheits- und umweltschädlich sind die meisten Weichmacher auch: Besonders Phthalate, die unter anderem mit Diethylhexylphthalat (DEHP), Dioctylphthalat (DOP) und Benzylbutylphthalat (BBP) einen Marktanteil von 70% ausmachen, stehen im Verdacht, Unfruchtbarkeit und Diabetes zu verursachen. Ebenso das als Antioxidationsmittel beigesetzte Bisphenol A (BPA). Während die Europäische Union den Einsatz der Phthalat-Weichmacher in Kinderspielzeug untersagt hat, besteht bei Lebensmittelverpackungen wie Trinkflaschen, Coffee-to-Go Becher und Vorratsdosen keine Kennzeichnungspflicht. Wir empfehlen beim Kauf von Geschirr aus Kunststoff stets auf den Hinweis phthalatfrei oder BPA-frei zu achten!