Spanisches Design

Geprägt durch eine Vielzahl von unterschiedlichen, historisch bedingten Einflüssen hat sich das spanische Design in den letzten Jahrzehnten erst richtig entwickelt. Herausgekommen ist eine individuelle Formensprache, gepaart mit viel handwerklicher Tradition und natürlichen Materialien.

Die im Gegensatz zu Deutschland oder England erst sehr spät einsetzende Industrialisierung erreicht nicht sämtliche Landesteile. Erst mit dem berühmten spanischen Architekten Antonio Gaudi wurde dieses anders, schlief unter der Diktatur von Franco aber wieder ein. Erst 1975 entwickelte sich eine Kreativszene, insbesondere auf Ibiza. Design wurde zu einem Stilmittel um die neue Demokratie zu stützen. Hier taten sich die kreativen Köpfe Alberto Liévore, Òscar Tusquets, Jorge Pensi sowie Javier Mariscal besonders hervor.

Gerade in der Wahl der Materialien und moderne Herstellungsmöglichkeiten ließen ab den 90er Jahren das spanische Design weltweit an Bedeutung gewinnen. Neben Wolle, Jute, Seite und viel Holz gehören heute auch Kunststoffe zu den bevorzugten Werkstoffen. Besonders hervorzuheben ist der Umweltgedanke, der gerade in Spanien extrem hoch ist und recycelte Möbel in den Vordergrund stehen lässt. Funktionalität und Innovationen prägen heute das spanische Design – insbesondere im Bereich Lampen ist Spanien ganz weit vorne angesiedelt und lässt noch einiges für die Zukunft erwarten.