Nylon und Polyamid (PA)

An Nylon und Polyamid kommt kaum einer vorbei, schließlich gibt es diesen Stoff auch rein natürlich:
Auch wenn es auf den ersten Blick unwahrscheinlich klingt, Amid- bzw. Peptid-Verbindungen existieren auch natürlich, und zwar als Haare, Wolle oder Seide. In den 1930er Jahren synthetisiert die amerikanische Marke DuPont die Kunstfaser und bringt sie 1939 als Nylon auf den Markt. Und wer kennt nicht die Bilder aus den 1940er Jahren, als Frauen sich auf der Straße die schicken Nylonstrümpfe anziehen? Es ist der Start zu einem weltweiten Erfolg, der unzählige Namen trägt, nicht nur Nylon, sondern auch Perlon, Kevlar oder Ultramid. Seile und Schnüre, künstliche Borsten für Zahn-, Spül- und Toilettenbürsten, witterungsbeständige Textilien für GartenstühleSonnenliegen und Gartensessel sowie Kissen, Sitzsäcke und Bodenkissen oder Wäschesammler und -körbe bestehen aus dieser beliebten Kunstfaser. Aber nicht nur als Kunstfaser setzt das leicht zu verarbeitende und chemisch resistente Polyamid zum Siegeszug an, vor allem mit Glasfasern verstärkt wird der Kunststoff für die Herstellung von Tisch und Stuhl in den 1960er und 1970er Jahren verwendet. Heute wird der thermoplastische Technopolymer mittels Zusätze verstärkt, um die Festigkeit, Steifigkeit und Zähigkeit des Kunststoffes zu erhöhen. Im Spritzgussverfahren entstehen somit strapazierfähige Kunststoff-Möbel und Accessoires aus Polyamid.