Highboard

Während bei einem Kleiderschrank jeder weiß, wie dieser Schrank aussieht, nur darüber nachdenkt, ob Schiebetüren platzsparender als traditionell schwenkende Schranktüren sind, wird das Umreißen einer Kommode viel schwieriger. Eine Kommode ist ein kompakter Schrank, dessen Schubladen und kleine Türen für einen übersichtlich geordneten Stauraum sorgen, um »kommod«, also bequemer als in einer traditionellen Truhe, etwas zu finden. Die Herrenkommode ist meist ein brusthoher Schubladenschrank, wobei auch ein niedriger, schmaler Kleiderschrank gerne als Herrenkommode bezeichnet wird, da Männer bekanntlich mit viel weniger Kleidung auskommen als die Damenwelt. Steht der Schubladenschrank nicht im Schlafzimmer sondern im Flur, wird die Herrenkommode zur Dielenkommode umgetauft. Und wahrlich fasst eine Dielenkommode im Flur, vor allem als Schubladenschrank, allerhand Bekleidung und Accessoires angenehm ordentlich. Unterdessen gilt der Begriff der Kommode vielerorts schon als altmodisch; lieber greifen Design-Marken zu dem frischer klingenden Begriff Sideboard. Eingeführt wurde das Sideboard mit dem seither einflussreichen skandinavischen Design in den 1960er Jahren, um die höchstens Esstisch-hohe Kommode in ausgeprägter Breite von den bis dato herrschenden Schrank-Formen abzugrenzen. Im skandinavischen Design wird das längliche Sideboard als luftiger Stauraum im Esszimmer bzw. Wohnzimmer eingesetzt, wobei die Tisch-hohe Oberfläche zur Dekoration mit zahlreichen Accessoires wie Kerzenleuchter, VasenUhrenTischleuchten und Blumentöpfen einlädt, Bilder über dem Schrank die Ästhetik der Einrichtung angenehm erhöhen. Verläuft diese Oberfläche auf Kniehöhe wird das Sideboard zum Lowboard, reicht die Schrankhöhe fast bis zur Schulter wird die frühere Herrenkommode zum Highboard. Während das Lowboard als niedriger Schubladenschrank gerne Fernseher und Lautsprecher im Wohnzimmer aufnimmt, fungiert vor allem das 4-türige Highboard als Geschirrschrank.

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