Hahnentritt

Hier tritt kein Hahn um sich, vielmehr beschreibt Hahnentritt ein spezielles zweifarbiges Karomuster: Wenn bei der Webung Kette und Schuss jeweils zwei Fäden breite Streifen aufweisen, entstehen durch das Aufeinandertreffen kleine »Knicke« im feinen überkreuzten Streifenmuster. Diese erinnern uns an typische vierblättrige Windräder, den anderen eben an den Fußabdruck eines Hahnes. Wird die Webart auf feine Stoffe angewendet, entsteht ein feines, optisch meist verschwimmendes Karomuster im Hahnentritt. Nach der südfranzösischen Stadt Vichy wird das feinere Gewebe benannt, bekannt als Vichymuster. Aus dem englischsprachigen Raum kommt das gröber erscheinende Gewebe, welches bei uns als Glencheck bekannt.

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