Glühbirne

Über hundert Jahre war sie der Schlager – wenn es sich um Licht dreht: Die Glühlampe. Umgangssprachlich aufgrund ihrer Birnenform auch »Glühbirne« genannt wurde sie schon weit im 19. Jahrhundert erfunden: Viel wurde experimentiert mal mit dem Glühfaden, mal mit diverse Kohlefäden, zum Schluss gab es den Wolframfaden, der weitaus länger hielt als alle seine unzuverlässigen Vorgänger. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde beim Durchbrennen des Glühfadens das Glas der Glühlampe aufgeschnitten, der Faden gewechselt und wieder die Form mit einer flüssigen Glasschmelze verschlossen. Erst Thomas Alva Edison machte seinen länger haltbaren Glühfaden mit einem heute noch geltenden Schraubsockel, dem Edisongewinde E14 bzw. E27, zu dem bekannten Wegwerfartikel. Im Laufe der Jahrhundertwende entwickelte sich die heute bekannte Standardform der »Glühbirne«, die sogenannte Allgebrauchslampe (AGL). Leider ist aufgrund der großen Hitzeentwicklung des Glühfadens die Glühlampe nicht energieeffizient, d. h. sie verbraucht bei der gegebenen Lichtleistung zu viel Strom und wird in der bekannten Energieeffizienzklasse eher bei D bis E eingestuft. Aus diesem Grund dürfen Glühlampen mit mattiertem Glas seit September 2009 weder hergestellt noch in verkaufsbereiten Leuchten direkt eingesetzt werden, da hierfür stromsparende Alternativen in Hülle und Fülle existieren: Energiesparlampe oder LED. Letzteres gilt seit September 2018 auch für klare Glühlampen als Punktlichtquelle, wobei hier explizit auf LED Retrofit Lampen als adäquater Ersatz hingewiesen wird.