Ethnostil

Mit Unbeschwertheit mixen wir folkloristische Einflüsse zum Ethnostil gerne in unserem Zuhause: Hier grüßt der Buddha zum gelungenen Asia-Flair, dort rufen Masken das kämpferische Afrika-Feeling hervor. Warum begeistern wir uns hierzulande für den Ethno-Stil? Ist es eine mangelnde Identität mit unserer eigenen Heimat? Die Angst vor allzu rustikaler Einrichtung? Oder unsere grenzenlose Lust zu reisen und ferne Länder zu erkunden? Letzteres ist wohl ausschlaggebend, schließlich erinnert das eine oder andere Design im Ethnostil an schöne Urlaubstage. Um den Mix in der heimatlichen Einrichtung nicht allzu skurril zu gestalten, unterscheiden wir zwei große Strömungen im Ethno-Stil: Afrika und Asien.

Der typische Ethno-Stil im Afrika-Feeling wird durch warme, wohnliche Braun- und Rottöne, gerne auch als Wandfarbe, bestimmt: Massives Holz, Rattan und Korbgeflecht zu hellen Naturfasern schaffen eine gemütliche Atmosphäre für folkloristische Souvenirs und farbkräftige, geometrisch gemusterte Textilien als Kissen oder Teppiche. Hölzerne und knöcherne Dekorationen wie Masken, Skulpturen, Kalebassen oder Federschmuck verbreiten im Handumdrehen ein lässiges Afrika-Feeling.

Für das beliebte Asia-Flair im Ethnostil wird kurzerhand Typisches aus Zentralasien mit ostasiatischer Tradition gemixt, woraus sich eine willkürliche Ansammlung chinesischer, japanischer und südostasiatischer Elemente in der Dekoration ergibt. Statt erdiger Farbtöne sorgen kühles Weiß oder zarte Pastelltöne als Wandfarbe für die perfekte Asia-Flair-Grundstimmung. Drehte sich vor einigen Jahren der asiatische Ethnostil rund um den chinesischen Hochzeitsschrank in glänzenden Lackschichten mit seinem markanten Messingemblem sowie filigranen Lackarbeiten als Schalen und Tabletts, wird heute eher mit massiven, gerne auch grob behauenen Teakholz-Möbeln dekoriert. Zu diesem südostasiatischen Ethno-Stil passen große Blattpflanzen und Kerzen in simplen Windlichtern.