Druckguss

Unter Druckguss versteht man ein seit den 1930er Jahren angewendetes Verfahren, in dem flüssige Metall-Schmelze unter hohem Druck in eine Gussform gespritzt wird. Während Gusseisen einen hohen Schmelzpunkt benötigt (Stahl 1400 bis 1500 °C), kommt Aluminium mit einem wesentlich niedrigeren Schmelzpunkt ebenso wie Zink oder Zamak aus. Im sogenannten Warmkammer-Druckguss-Verfahren gespritzt, härtet die Legierung abhängig von ihrer Wandstärke in Bruchteilen einer Sekunde aus. Aufgrund der relativ niedrigen Fertigungstemperatur und der schnellen Erstarrung der Legierung können im Druckgussverfahren feine und kleinteilige Objekte mit hoher Präzision, Härte und Festigkeit erzeugt werden. Ob Zink-, Aluminium- oder Zamakdruckguss – alle unter Druck gegossenen Werkstücke zeichnen sich durch eine wesentlich höhere Festigkeit als Vergleichendes. Während als Accessoires Spielzeug wie Zinnsoldaten, Modellautos und Modelleisenbahn spontan in den Sinn kommen, fällt der Zinkdruckguss in alltäglichen Gegenständen wie Reißverschlusskrallen, Garderobenhaken, Tür-Griffe und Schlösser weniger auf. Selbst Gehäuse und Innenleben diverser Elektrogeräte in Küche und Haushalt wie Staubsauger werden mit leicht herstellbaren, aber robusten Legierungen gerne gegossen.