Chrom

Um eine Korrosion der Metallflächen zu verhindern, findet häufig eine schützende Metallveredelung statt. Mittels Galvanisierung wird eine gleichmäßige Verchromung auf Metall- und Kunststoffoberflächen aufgebracht. 1924 entwickelt Erik Liebreichs in Berlin das klassische Verfahren der Verchromung: die hochgiftigen Chrom-Elektrolyten werden unter Stromzufuhr aus Chromoxid mittels Schwefelsäure als Katalysator abgeschieden. Mit Hilfe von Bleianoden lagert sich die Chromschicht auf der zu galvanisierenden Oberfläche ab. Aufgrund strengerer Umweltauflagen werden heute bei dieser Metallveredelung statt Blei platiniertes Titan sowie umweltfreundlichere Katalysatoren verwendet.  Da die erzeugte Chromschicht relativ dünn ist, hängt der Grad des Glanzes stark von der zu galvanisierenden Oberfläche ab. Deswegen wird vor dem Verchromen der Metallflächen (Stahl, Zinkdruckguss, Messing oder Aluminium) meist eine Vernickelung als Metallveredelung durchgeführt: Ist die Nickelschicht glänzend, glänzt die Verchromung, mit einer kurzen Polierung auch hochglänzend. Matt vernickelte Metalloberflächen führen zu einer matten Verchromung. Lediglich Edelstahl kann ohne Nickel-Zwischenschicht hochglänzend verchromt und poliert werden. StühleTischeLeuchten und Accessoires mit dem Vermerk »verchromt« sind nicht für den Auftritt auf Balkon, Terrasse oder Garten gewappnet.

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