Bronze und Kupfer

Kupfer ist mit seinem rosa-rötlichen Metallglanz oder dem auffälligen Grünspan als Verwitterungsschicht fast jedem, der mit offenen Augen durch die Welt geht bekannt: Als Pfennig bzw. ein bis fünf Cent gehört es zu den Münzmetallen, aufgrund seiner hervorragenden Wärme und Strom leitenden Eigenschaft ist der Stromleiter in jedem Kabel wiederzufinden. Sein lateinischer Name »cuprum« leitet sich von »cyprium« als »Erz von der Insel Zypern«, das seit dem Altertum dort gewonnen wurde. Durch den frühen und somit leichten Abbau der Erze, der einfachen Herstellung unreiner Schmelzen ist das Schwermetall schon früh in der Architektur, vor allem als Dachbleche, verwendet worden. Heutzutage ist das Halbedelmetall aufgrund der Nachfrage im Elektro- und Elektronikbereich im Preis so gestiegen, dass Kupfer nur noch zu Restaurationszwecken genutzt bzw. als Stromleiter häufig schon durch Aluminium ersetzt wird.

Seit Menschengedenken werden aus Kupfer diverse Legierungen hergestellt, um die Eigenschaften des Halbedelmetalls zu verändern bzw. seine Verarbeitung einer späteren Nutzung anzupassen. Schon in der Bronzezeit wurde dem Kupfer Zinn und Blei hinzugefügt, um ein härteres und technisch widerstandsfähiges Metall zu erwirken. Heutzutage laufen unter dem Begriff Bronze Zinn-, Nickel, bzw. Aluminium-Kupferlegierungen mit einem hohen Kupferanteil. Während die »frische« Kupfer-Zinn-Legierung mit einem typischen Bronzeton – einem golden angehauchten Dunkelbraun – auffällt, setzt sich im Laufe der Jahre eine dunkelgraue, zart silbrig-weiß erscheinende Patina an. Schon im antiken Griechenland ist der typische goldgelbe Farbton vom Messing bekannt. Aber erst die Römer entwickeln ein großmaßstäbliches Verarbeitungsverfahren der KupferZink-Legierung. Zwar ist Messing im Gegensatz zur Bronze nicht härter, sondern eher etwas weicher, lässt sich aber nicht von magnetischen Feldern beeinflussen und schlägt auch keine Funken. Letzteres ist entscheidend für die frühzeitliche Verwendung zur Herstellung von Werkzeugen. Heutzutage wird Messing als Gussmessing mit 37% Zink- und 63% Kupferanteil verwendet. Um die Patina einer dunkleren Oxidationsschicht zu verhindern, werden Accessoires gerne mit einem farblosen Lack versehen.

close

NEWSLETTER ANMELDUNG

Weitere Lexikon-Einträge